12/05/22

BKA setzt Oligarchen-Yacht Luna im Hamburger Hafen fest

BKA setzt Oligarchen-Yacht Luna im Hamburger Hafen fest - Ankerherz Verlag

Das Bundeskriminalamt (BKA) setzt die Oligarchen-Yacht Luna im Hamburger Hafen fest. Es ist den Ermittlern gelungen, den Besitzer festzustellen: ein russischer Milliardär, der auf der Sanktionsliste der Europäischen Union steht.

Schon seit November lag die Oligarchen-Yacht im Dock von Blohm + Voss gegenüber den St. Pauli Landungsbrücken. Anders als andere Superreichen-Spielzeuge auch für Hamburger und Touristen sichtbar und nicht unter Planen versteckt. Unser Foto dieses Beitrags entstand übrigens, als sich der Kapitän einer Hadag-Fähre einen Spaß daraus machte, für einen besseren Blick nahe ans Dock heranzufahren.

Zweite Oligarchen-Yacht festgesetzt

Viel wurde im Hamburger Hafen spekuliert. Wem gehört das Schiff, das einst für mehr als 500 Millionen € in Bremerhaven gebaut wurde? In anderen Ländern, etwa in Frankreich oder Italien, hatten die Behörden die schwimmfähigen Untersätze von Oligarchen einkassiert. In Deutschland taten sich die Behörden etwas schwerer. Bis jetzt zumindest. Zuerst berichtete die Hamburger Morgenpost über die neue Entwicklung.

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Anscheinend war es schwierig, Beweise zu finden. Angeblich gehörte die Luna einer Treuhandgesellschaft aus Liechtenstein. Zuvor dem ehemaligen Besitzer des FC Chelsea, Roman Abramowitsch. Doch nun haben die Ermittler recherchiert, dass der Oligarch Farkhad Akhmedov aus Aserbaidschan Eigentümer des Schiffes ist. Er hat mit Gasförderung in Sibirien ein Milliarden-Vermögen angehäuft. Akhmedow gilt als Kreml-nah und steht seit dem russischen Überfall auf die Ukraine auf der Sanktionsliste der Europäischen Union (EU).

Die Spur führt nach Aserbaidschan

Den Platz auf der Liste hat er sich verdient, weil er ein führender Geschäftsmann aus einem Wirtschaftssektor ist, der „eine wesentliche Einnahmequelle für die Regierung der Russischen Föderation darstellt“. Was bedeutet, dass die Oligarchen-Yacht offiziell beschlagnahmt werden darf. Es ist das zweite Schiff, das die Behörden in Hamburg einkassieren. Zuvor war es dem BKA gelungen, die „Dilbar“ dem Oligarchen Alisher Usmanov zuzuordnen.

 

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