11/04/26

Dramatischer Einsatz für verletzten Seemann auf dem Ärmelkanal

Feuer im Maschinenraum, ein manövrierunfähiger Frachter in der Nacht über dem Ärmelkanal – und ein verletzter Seemann an Bord. Vor der englischen Südküste gab es einen dramatischen Rettungseinsatz.
Drama auf dem Ärmelkanal. Foto: RNLI

Mayday! Der kleine niederländische Frachter „RDJ Waalstroom“, 90 Meter lang, meldete ein Feuer an Bord. Das Schiff war mit sechs Mann Besatzung auf der Reise nach Balboa (Spanien), als ein Brand im Maschinenraum ausbrach. Die Crew aktivierte das  Feuerlöschsystem, das die Flammen erstickte.

Ein Seemann aber war verletzt worden und benötigte dringend medizinische Hilfe. Das Schiff trieb zu diesem Zeitpunkt im Ärmelkanal, rund 40 Seemeilen südlich von Salcombe, einem kleinen Küstenort in der Grafschaft Devon. Das Revier gilt als stark frequentierter Abschnitt des Ärmelkanals.

Feuer im Maschinenraum

Die Einsatzleitung übernahm die britische Küstenwache. Die RNLI-Station Salcombe entsandte ein Allwetter-Rettungsboot, das während der Rettungsmaßnahmen vor Ort in Bereitschaft blieb. Ein Rettungshubschrauber der Küstenwache setzte einen Notfallsanitäter ab, der die Erstversorgung übernahm. Der verletzte Seemann wurde an Bord des Hubschraubers gewinscht und in ein Krankenhaus nach Portsmouth geflogen.

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Ein niederländisches Kriegsschiff nähere sich, um Unterstützung zu leisten.  Während des Einsatzes trieb die „RDJ Waalstroom“ weiter nach Süden und in die französische Hoheitszone. Gegen 1 Uhr nachts ging die Einsatzkoordination daher an die französischen Behörden über. Ein Bergungsschlepper erreichte den Havaristen wenig später.

Frachter soll in Hafen geschleppt worden

Fünf Besatzungsmitglieder verblieben an Bord. Nach den vorliegenden Informationen ist geplant, das beschädigte Schiff in einen Hafen in Frankreich zu schleppen. Wie viele Einsatzkräfte insgesamt beteiligt waren, ist nicht veröffentlicht. Bestätigt ist der Einsatz eines RNLI-Rettungsbootes, eines Rettungshubschraubers der Küstenwache sowie weiterer unterstützender Einheiten.

Wir von Ankerherz wünschen dem verletzten Seemann eine rasche Genesung! Respekt für die Arbeit der Retter.

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