06/04/23

Entsetzen in Hafenstadt Lowestoft: Möwe von Banksy abgerissen

Entsetzen in Hafenstadt Lowestoft: Möwe von Banksy abgerissen - Ankerherz Verlag

Kaum zu glauben: Die Möwe von Banksy ist einfach abgerissen worden. In Lowestoft im Osten Englands gab es wegen der Street Art einen Strom von Touristen. Doch nun hat ein Hauseigentümer die Mauer einfach abtragen lassen. Die Hafenstadt ist entsetzt.

Banksy hatte in Lowestoft an der Ostküste Englands mehrere Kunstwerke hinterlassen. Zur allgemeinen Begeisterung, denn Fans des Künstlers reisten extra an, um sie zu bewundern. Ein echter Touristen-Magnet in einer Stadt, die sonst aktuell nicht so viel Anziehungskraft zu bieten hat. Besonders die überdimensionierte Möwe, unter der regelmäßig Abfallcontainer platziert wurde, galt als beliebtes Fotomotiv.

Banksy war Touristenmagnet

Doch das ist vorbei. Mauer und Graffiti – der Besitzer hat es einfach abreissen lassen. Die Gemeinde wusste nach eigener Angaben nichts davon. Ein Sprecher sagte der BBC, das Mauerstück mit dem Kunstwerk sei über Nacht verschwunden. Es handele sich um Privatbesitz. Weder habe man daher eine Handhabe gehabt, noch eine Information erhalten. Was auf gewisse Weise an den Abriss eines historischen Hauses auf Sylt erinnert, der die Insel aufregte (HIER im Ankerherz Blog lesen).

Gemälde von Streetart-Künstler Banksy in Lowestoft. Foto: BeckerBredel, dpa

 

Noch vor Kurzem hatte der Bürgermeister in Interviews gesagt, die Mauer sei eingerüstet worden, um die stützen. Nun das. Nachdem Banksy die Möwe sprühte, hatten Medien in ganz Großbritannien und sogar europaweit berichtet – und ein Besucherstrom eingesetzt. Der Abriss dürfte Hotels, Cafés und alle Gewerbetreibenden in Lowestoft also ein Menge Geld kosten. Banksy ist ein internationales Phänomen und Mysterium. Niemand weiß, wer sich dahinter verbirgt.

Hafenstadt ist entsetzt

Lowestoft könnte Aufmerksamkeit gut brauchen. Nach dem Niedergang der Fischerei liegt die Arbeitslosigkeit über dem Landesdurchschnitt. Die Stadt leidet auch unter einer schlechten Verkehrsanbindung.  Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist die Ness Point, die östlichste Stelle in England. Ein Denkmal zum ersten Weltkrieg zeigt Abschied eines Soldaten von seiner Familie – es gilt als das meistfotografierte Denkmal in England. 

 

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