10/04/26

Hamburg: Zoll findet tonnenweise Kokain in Bananenkisten

Im Hamburger Hafen ist den Ermittlungsbehörden ein Schlag gegen die internationale Drogenkriminalität gelungen. Zoll und Polizei stellten insgesamt 1,6 Tonnen Kokain sicher – versteckt in einer Bananenlieferung aus Ecuador. Es handelt sich um den bislang größten Drogenfund des Jahres in der Hansestadt.
Hamburger Hafen. Foto: Ankerherz

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis, der Mitte März im Hafensicherheitszentrum Hamburg (HSZ) einging. Daraufhin wurden mehrere Container aus Südamerika gezielt überprüft. In der Containerprüfanlage des Hafens fiel schließlich ein Container durch Unregelmäßigkeiten auf, die auf eine illegale Beiladung hindeuteten.

Versteckt in Bananenkisten

Die Kontrolle bestätigte den Verdacht. In der Lieferung entdeckten die Ermittlerinnen und Ermittler insgesamt 1.600 Pakete Kokain, jeweils mit einem Gewicht von rund einem Kilogramm. Der geschätzte Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt bei etwa 30 Millionen Euro.

Der Einsatz wurde von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Hamburg (GER) durchgeführt, in der Zoll und Polizei eng zusammenarbeiten. Laut dem Leiter des Zollkriminalamtes, Tino Igelmann, stellt der Fund einen „empfindlichen Schlag gegen die Drogenkriminalität“ dar. Er betonte zudem die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit sowie des kontinuierlich verbesserten Risikomanagements im Zoll.

Jagd auf die Hintermänner

Auch das Hafensicherheitszentrum Hamburg spielte nach Angaben der Behörden eine zentrale Rolle bei der Aufklärung. Es gilt als wichtiges Instrument im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel über Seehäfen. Die weiteren Ermittlungen führt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg. Ziel ist es nun, die Hintermänner zu finden...

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