17/02/22

Hamburger Hafen wegen Sturms gesperrt – Kreuzfahrtschiff darf nicht einlaufen

Hamburger Hafen wegen Sturms gesperrt – Kreuzfahrtschiff darf nicht einlaufen - Ankerherz Verlag

Der Hamburger Hafen ist wegen des Sturms „Ylinda“ für große Schiffe gesperrt. Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Aida (Symbolfoto) darf deshalb nicht einlaufen. Bei schwerer See wettert die Aidaprima nun auf der Nordsee den Sturm ab. Aktuelle AIS-Daten zeigen das Schiff vor der Insel Baltrum.

Wegen der Wetterlage ist der Hamburger Hafen derzeit für einlaufende „AGF“ gesperrt, wie es im Fachjargon heißt. Damit sind „Außergewöhnlich große Fahrzeuge“ mit mehr als 330 Metern Länge und 45 Metern Breite gemeint. Containerschiffe, Massengutfrachter oder Kreuzfahrtschiffe.

Hamburger Hafen für „AGF“ gesperrt

Die Aidaprima misst „nur“ 300 Meter und ist 37,60 Meter breit. Genau genommen passt sie also nicht in diese Kategorie. Doch weil sie dem Wind viel Angriffsfläche bietet und einen vergleichsweise geringen Tiefgang aufweist, hat die Hafenbehörde ein „Windfahrverbot“ verhängt. (Was sonst passieren kann, seht Ihr hier im Ankerherz Blog…)

 

Für die Passagiere auf der stürmischen Nordsee sicherlich nicht die angenehmste Lage. Das Schiff hatte extra früher in Le Havre abgelegt und die Zwischenstation Southampton gestrichen, um rechtzeitig vor dem Sturm in Hamburg zu sein.

Rotwarnung der britischen Wetterbehörde

Abzuwarten bleibt, ob das Schiff am Freitag in den Hamburger Hafen einlaufen kann. Der nächste Orkan zieht bereits heran. In Großbritannien sorgte der schwere Sturm für eine seltene Rot-Warnung der Wetterbehörde MetOffice. 

Für Aufregung sorgte am Donnerstag ein Unfall auf einer Elbfähre der Linie 68 im Hamburger Hafen. Das Schiff wurde auf dem Weg zu den Airbuswerken von einer großen Welle getroffen, die eine große Scheibe durchschlug. Es soll drei Leichtverletzte gegeben haben. HADAG-Chef Tobias Haack sprach auf Anfrage von Ankerherz davon, dass es „ein solches Ereignis noch nie gegeben hat“.

Die Fähren sind wichtig für den Hamburger Nahverkehr und fahren immer. Als Vorsichtsmaßnahme wurden am Donnerstag aber kleinere Fähren außer Betrieb genommen.

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