02/12/21

Leuchtturm Schleimünde strahlt seit 150 Jahren über der Ostsee

Leuchtturm Schleimünde strahlt seit 150 Jahren über der Ostsee - Ankerherz Verlag

Der Leuchtturm Schleimünde ist nicht nur ein Seezeichen, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv mit langer Geschichte. Seit dem 1. Dezember 1871 weist er Seglern und Fischern den Weg.

Der kleine Leuchtturm ist weiß und grün gestrichen, 14,3 Meter klein und steht am Ende eines langen Walls. Er markiert die Schleimünde, die Lotseninsel, welche die Schlei von der Ostsee trennt. Am 1. Dezember 1871 wurde er in Betrieb genommen.

Leuchtturmwärter und Lotsen leben heute nicht mehr auf der Halbinsel. In ihren Häusern sind heute Tagungsräume für Seminare und eine kleine Gastwirtschaft untergebracht, die „Giftbude“. Wie fast alle Leuchttürme wurde der Leuchtturm längst automatisiert. Romantik war vorgestern. Das Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt Ostsee steuert ihn von Lübeck-Travemünde aus fern.

Leuchtturm Schleimünde bis heute wichtig

Der Leuchtturm Schleimünde ist heute noch für Fischer und Segler wichtig, die hier einen Nothafen ansteuern können. Im Jahr 2014 sanierte man den Turm, erneuerte das verrostete Laternenhaus, reparierte das Mauerwerk und verschloss einen tiefen Riss im Turmschaft. Der Turm ist nun auch vor Blitzen geschützt und mit vier Zugbändern aus Edelstahl zusätzlich gesichert. Statt eines Nebelhorns, das 2016 abgeschaltet wurde, warnen seit kurzem sechs LED-Nebelfeuer die Schiffahrt.

Als der Turm im Dezember 1871 zum ersten Mal sein Feuer über die Ostsee warf, war er noch schwarz angemalt. Damals stand diese Farbe noch seewärts für Backbord. Die Farbe Grün hat indes auch nichts mit einem farblichen Faible oder einer Affinität zu einem gewissen Fußballverein in Bremen zu tun, sondern hält sich schlicht an heute gültige Vorgaben. Im Falle von Schleimünde müssen von See kommenden Schiffe den Leuchtturm an Steuerbord (grün) lassen.

Eigene Briefmarke

Dem Leuchtturm Schleimünde wurde sogar eine eigene Briefmarke gewidmet. Sie kann seit Juli 2020 verklebt werden und zeigt den Turm inmitten farbiger Kreise. Jeder markiert eine Farbe, in der der Turm einst gestrichen wurde. Sieben Mal geschah dies in den vergangenen 150 Jahren.

Heute sind Lotseninsel und Leuchtturm ein beliebtes Motiv für Fotografen. Und ein gutes Beispiel, wie man ein altes Seezeichen schützen und für die Nachwelt erhalten kann. Ganz anders als beispielsweise das historische Oberfeuer in Sandstedt an der Weser. Jahrzehntelang wurde dieser Turm vernachlässigt, obwohl er den Status als anerkanntes Kulturdenkmal genießt. Nun ist eine Rettung teuer und erscheint politisch kaum noch durchsetzbar zu sein.

Wie gut, dass Leichtturm Schleimünde dieses Schicksal erspart blieb…

Du magst Leuchttürme? Dann wirst Du dieses Buch lieben! Unser „Kleines Buch vom Meer: Leuchttürme“ gibt es überall im Handel und hier bei uns im Online Buchladen von Ankerherz. Schau es Dir an!

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

AIDAprima unter bedrohlichem Himmel
22/10/26

Sturm im Ärmelkanal: Kreuzfahrtschiffe ändern Routen

Mehrere Kreuzfahrtschiffe müssen wegen stürmischer Bedingungen im Ärmelkanal ihre Routen ändern und auf Hafenstopps verzichten. Auch wir brechen mit Ankerherz zur "Holy Island"-Tour in den Nordos...
300 Sendungen Shantyman - Songs, die uns zusammenhalten
22/10/26

300 Sendungen Shantyman - Songs, die uns zusammenhalten

Ausgerechnet ein altes Seemannslied half vielen Menschen durch die Corona-Zeit: der "Wellerman". Auch bei uns begann damals etwas, das geblieben ist: Heute Abend feiern wir die 300. Ausgabe von „Sh...
Herbststurm Austen zieht auf Großbritannien und Deutschland zu
21/10/26

Herbststurm Austen zieht auf Großbritannien und Deutschland zu

Wieso haben Stürme eigentlich Namen? Damit wir sie uns merken – und ihre Warnungen ernst nehmen. „Austen“ heißt der erste vom britischen Met Office benannte Sturm der Saison 2026/27. Er nimmt nun a...