05/04/22

Megayacht Solandge darf Hamburger Hafen nun doch verlassen

Megayacht Solandge darf Hamburger Hafen nun doch verlassen - Ankerherz Verlag

Die Megayacht Solandge darf den Hamburger Hafen nun doch verlassen. Lange hatte es geheißen, das 85 Meter lange Schiff gehöre einem russischen Oligarchen. Es fiele damit unter die von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen. Doch das Bundeswirtschaftsministerium sagt: Nein.

In anderen europäischen Ländern – etwa in Italien, Frankreich und England – werden die Spielzeuge russischer Oligarchen, die auf der EU-Sanktionsliste stehen, konsequent beschlagnahmt. Ganz offensichtlich aber nicht in Hamburg. Nach „ausführlicher Untersuchung“  lasse sich nicht belegen, dass die Megayacht Solandge einem russischen Milliardär gehört, sagt ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums dem NDR. Sie liegt seit mehreren Monaten im Dock von Blohm + Voss für Reparaturarbeiten. (Über weiter Hintergründe liest Du HIER im Ankerherz Blog).

Wem gehört die Megayacht?

Nach Medienberichten gehörte die Megayacht dem russischen Geschäftsmann Suleiman Kerimow. Seit Mitte März steht sein Name auf einer EU-Liste, mit der der innere Zirkel des russischen Diktators Vladimir Putin eingeschränkt werden soll. Man sei allen entsprechenden Hinweisen nachgegangen, heißt es nun aus dem Ministerium. Internationale Partner und auch das Bundeskriminalamt seien an der Untersuchung beteiligt gewesen.

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Es ist generell schwierig, die Eigentumsverhältnisse des Oligarchen-Spielzeugs zu klären. Die Yachten gehören offiziell Briefkastenfirmen, die in irgendwelchen Steueroasen registriert sind. Im Falle der Solandge soll es sich um Malta handeln. Kerimow verantwortet sich übrigens derzeit in Frankreich in einem großen Prozess. Vorwurf: Geldwäsche.

Schiff kann Hamburg bald verlassen

Was nun weiter passiert? Die Megayacht scheint abfahrbereit zu sein. Sie drehte bereits in der letzten Woche stundenlang Kreise im Hafenbecken vor den Landungsbrücken von Sankt Pauli. Nach Angaben des NDR könnte sie noch in dieser Woche Hamburg verlassen.

Eine Geschichte, die dann auch einen seltsamen Nachgeschmack hinterlässt…

 

 

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