05/08/22

Seenotretter bewahren Kutter in Emsmündung vor dem Untergang

Seenotretter bewahren Kutter in Emsmündung vor dem Untergang - Ankerherz Verlag

In einer grenzübergreifenden Aktion haben deutsche und niederländische den Untergang eines Kutters in der Emsmündung verhindert. Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ein Seenotrettungsboot der Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij (KNRM) eilten dem Havaristen nach einem starkem Wassereinbruch zu Hilfe. Die Fischer blieben unverletzt.

Gegen 15.40 Uhr rief die Besatzung des Fischkutters „Magellan“ (Heimathafen Greetsiel) über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 den auf Borkum stationierten Seenotrettungskreuzer Hamburg der DGzRS. Die Fischer an Bord meldeten viel Wasser im Maschinenraum. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ihr 17,5 Meter langer Kutter etwa in Höhe Pilsum.

Kutter nimmt viel Wasser

Die zuständige deutsche Rettungsleitstelle See, das von der DGzRS betriebene Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte zusätzlich den Seenotrettungskreuzer Eugen der Station Norderney sowie das Seenotrettungsboot „Jan en Titia Visser“ (Station Eemshaven) der KNRM.

Die „Jan en Titia Visser“ und das Tochterboot St. Pauli der Hamburg brachten insgesamt drei starke Lenzpumpen an Bord der „Magellan“. Im Maschinenraum des Kutters stand das Wasser bereits 80 Zentimeter hoch! Die „Magellan“ hatte leichte Schlagseite. Ohne die Hilfe der Retter wäre der Kutter bald darauf gesunken…

Pumpen halten Kutter schwimmfähig

Mit der Leistung der Pumpen gelang es den niederländischen und deutschen Seenotrettern, den Havaristen zunächst schwimmfähig zu halten und schließlich sogar vollständig zu lenzen. Eine Beschädigung des Rumpfes konnte nicht festgestellt werden. Die Fischer vermuten einen Schaden an der Deckswaschpumpe als Ursache ihrer Notlage.

Die „Magellan“ nahm Kurs auf Borkum. Sicherheitshalber beließen die Seenotretter die Lenzpumpe der ST. PAULI während der Reise an Bord. Die Fischer von Kutter „Horst Looden“ begleiteten ihre Kollegen.

Alle erreichten sicher den Schutzhafen der Insel.

Ein schönes Beispiel für grenzübergreifende und kameradschaftliche Hilfe auf See!

 

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