29/09/26

Segler in Brandungszone vor Baltrum aus Lebensgefahr gerettet

Der Motor streikt. Unter der Yacht liegt eine Sandbank, über ihr brechen die Wellen. Drei Segler sitzen vor den Inseln Baltrum und Langeoog fest. Sie sind nun in Lebensgefahr. Um sie zu befreien, müssen die Seenotretter selbst dicht an die gefährliche Untiefe heran. || Text: Ankerherz Redaktion. Foto: Die Seenotretter
Seenotretter im Einsatz in Brandungszone vor Baltrum. Foto: Seenotretter

Nördlich der Ostfriesischen Inseln Baltrum und Langeoog wird eine Sandbank für drei Segler zur Falle. Ihre Yacht sitzt im gefürchteten Seegatt Accumer Ee am Rand des Fahrwassers fest. Wellen heben das etwa elf Meter lange Boot an und lassen es auf den harten Grund fallen. Der Motor macht Probleme - und weil das Wasser abläuft, droht die Yacht auf die Seite zu kippen und zu kentern.

Die Männer sind auf einer Überführungsfahrt von Dänemark nach Spanien. Wegen der Maschinenprobleme hatten sie versucht, Langeoog anzulaufen. Stattdessen geraten sie südlich der Fahrwassertonne A4 in die Brandungszone. Bei Nordwestwind der Stärke vier bis fünf erreichen die Wellen Höhen von bis zu eineinhalb Metern. Aus eigener Kraft können die Segler das Boot nicht mehr befreien.

Sie befinden sich nun in Lebensgefahr

Am Dienstagmorgen (29. September) setzen sie einen Mayday-Ruf über UKW-Kanal 16 ab. Bremen Rescue Radio empfängt den Notruf kurz vor 5.15 Uhr. Die Rettungsleitstelle See der DGzRS alarmiert die Stationen Norderney, Baltrum und Langeoog.

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Als Erste erreichen die freiwilligen Seenotretter aus Langeoog mit der SECRETARIUS die Unglücksstelle. In der Dunkelheit müssen sie nahe genug an die Yacht herankommen, um eine Schleppleine zu übergeben. Dabei besteht die Gefahr, dass ihr Rettungsboot selbst aufläuft. Zweimal scheitert der Versuch. Beim dritten Anlauf gelingt die Leinenverbindung. Die SECRETARIUS zieht die Yacht durch die Brandung von der Sandbank.

Segler in sicheren Hafen gebracht

Ob das wiederholte Aufschlagen Schäden am Rumpf verursacht hat, lässt sich zunächst nicht ausschließen. Deshalb begleitet die WOLTERA von der Station Baltrum den Schleppverband, bis er ruhigeres Fahrwasser erreicht. Die SECRETARIUS bringt schließlich die Yacht und ihre Besatzung nach Langeoog.

Alle drei Segler bleiben unverletzt. Sie seien aber froh gewesen, wieder im sicheren Hafen zu sein, berichtet der freiwillige Vormann Sven Klette.

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