24/11/21

Skua – die große Raubmöwe im Nordatlantik

Skua – die große Raubmöwe im Nordatlantik - Ankerherz Verlag

Die Skua-Tour von Ankerherz – wieso heißt die Reise über den Nordatlantik eigentlich so? Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Hier erklären wir Euch, was eine Skua ist, und wie man sie erkennt.

Wir haben den Begriff Skua für unsere Island-Tour gewählt, weil er zur Reise passt: Wild, nordisch und mit einem Kern auf den Färöer im Nordatlantik. Er kommt vom färöischen Skugvur und meint die Große Raubmöwe des Nordatlantiks.

Auf unseren Reisen mit der Island-Fähre Norröna, die im dänischen Hirtshals beginnen und über Torshavn im Fjord von Seydisfjördur an der Ostküste Islands enden, haben wir den großen Raubvogel einige Male zu Gesicht bekommen. (Das tolle Foto zu diesem Blog stammt von Thomas Kunkel, einem Mitreisenden aus Köln. Einen aktuellen Reisebericht findet Ihr hier im Ankerherz Blog.)

Heimat der Skua ist das Meer

Die Skua lebt auf dem offenen Meer. Fliegt sie an eine Küste, ist sie kaum zu übersehen: Ihre Flügelspannweite beträgt bis zu 120 Zentimeter. Kennzeichen sind das bräunliche Gefieder und der markante, schwarze Schnabe

Wissenschaftlich korrekt heißt die Skua „Stercorarius skua“, doch wir haben ihr haben ihr die wenig wissenschaftliche und auch nicht ganz korrekte Bezeichnung „Axxxxch Möwe“ mitgegeben. Hauptnahrung ist, klar: Fisch. Sie fängt ihn aber nicht selbst, sondern wartet, bis eine kleinere Möwe dies übernommen hat. Dann nimmt größte Raubmöwe die Verfolgung auf und bringt die Möwe zum Absturz. Selbst größere Meeresvögel wie den Basstölpel attackiert sie. Wer sich in der Brutzeit ihrem Nest nähert, wird das bestimmt auch nicht vergessen.

Klimakrise bedroht den Bestand

Die Skua brütet hauptsächlich auf Island, an den Küste Schottlands und auf den Färöer, dem Archipel mitten im Nordatlantik. Knapp 16.000 Brutpaare gibt es, und man muss an dieser Stelle leider den Begriff „noch“ hinzufügen. Experten wie die britische Royal Society of the Protection of Birds fürchten nämlich, dass die Klimakrise den Bestand dezimieren wird. Das Verbreitungsgebiet könnte um ein Drittel schrumpfen – und die Skua in die Region um das Franz-Josef-Land ganz im Norden wandern.

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