17/09/26

Zu hoher Wellengang: Arbeiten am Helgoland-Seekabel verschoben

Helgoland hatte sich schon auf zehn Stunden ohne Internet und Telefon eingestellt. Doch vor St. Peter-Ording war die Nordsee zu unruhig: Die Arbeiten am Seekabel mussten kurzfristig abgesagt werden. Einen neuen Versuch soll es kommende Woche geben... || Text: Ankerherz Redaktion
Zu hoher Wellengang: Arbeiten am Helgoland-Seekabel verschoben

Die Nordsee hat mal wieder einen Zeitplan durchkreuzt.

Am Donnerstagmorgen sollten vor St. Peter-Ording die entscheidenden Arbeiten am Seekabel nach Helgoland beginnen. Doch der Wellengang war zu heftig, um eine Arbeitsplattform sicher zu Wasser zu lassen. Der Netzbetreiber SH Netz sagte den Einsatz deshalb kurzfristig ab.

Damit bleibt Helgoland zunächst auch der angekündigte Ausfall von Internet, Mobilfunk und Festnetz erspart. Nach Angaben des NDR funktionieren Internet und Festnetz auf der Insel weiterhin ohne Einschränkungen.

Helgoland bleibt online

Eigentlich sollte die Datenverbindung am Donnerstag zwischen 8 und 18 Uhr unterbrochen werden. Geschäfte, die Sparkasse und das Rathaus hatten sich bereits auf den Ausfall vorbereitet. Weil auch Kartenlesegeräte und Geldautomaten betroffen gewesen wären, hatte die Reederei des „Halunder Jet“ ihren Passagieren geraten, ausreichend Bargeld mit auf die Insel zu nehmen.

Auch für Notfälle waren Vorkehrungen getroffen worden: Der Notruf 112 sollte erreichbar bleiben, zusätzlich waren Sammelstellen mit Feuerwehrleuten vorgesehen. Das Inselkrankenhaus ist rund um die Uhr besetzt.

Vom Festlandstrom ist Helgoland bereits seit Mittwochmittag getrennt. Vier Dieselaggregate erzeugen seitdem den Strom für die rund 1.450 Einwohner, Geschäfte, Hotels und öffentlichen Einrichtungen. Die Umschaltung verlief unbemerkt und nach Angaben der Versorgungsbetriebe ohne Störungen.

Seekabel wird verlängert

Grund für die Arbeiten ist eine gefährdete Verbindungsstelle am Strand von St. Peter-Ording. Dort trifft das Seekabel auf das Erdkabel des Festlands. Die Gezeiten hatten diese sogenannte Verbindungsmuffe mehrfach freigespült. An der Stelle hat sich im Laufe der Jahre ein Priel gebildet.

Um den Anschluss besser zu schützen, wurde das Seekabel um rund 700 Meter verlängert und weiter ins Landesinnere verlegt. Eine Spezialmaschine hat das neue Kabelstück bereits in den Boden eingebracht. Nun fehlt noch der eigentliche Umschluss.

Ein neuer Versuch ist für Dienstag geplant. Wann genau Internet, Mobilfunk und Festnetz für diese Arbeiten unterbrochen werden, ist bislang offen. 

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