Westlicher Sturm mit neun Beaufort trifft die Nordsee, als die „UHL Freedom“ auf dem Weg nach Emden in Schwierigkeiten gerät. Auf einer Ankerposition rund 29 Kilometer westlich von Borkum, nördlich der niederländischen Insel Schiermonnikoog, hält der Anker des Schwergutfrachters nicht. Wind und Strömung versetzen das Schiff - und wegen Motorproblemen steht nur eine eingeschränkte Maschinenleistung zur Verfügung.
An Bord des unter portugiesischer Flagge fahrenden Frachters sind 25 Seeleute. Drei Besatzungsmitglieder werden verletzt. Wie es zu den Verletzungen kommt und wie schwer diese sind, ist zunächst nicht bekannt. Zwei Seeleute müssen mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.
Seenotretter aus Borkum helfen
Gegen 14 Uhr informiert die niederländische Rettungsleitstelle in Den Helder die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen. Die Niederländer bitten um Unterstützung durch den Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Station Borkum. Er übernimmt gemeinsam mit niederländischen Rettungsbooten die Absicherung der Hilfsmaßnahmen.
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Ein Such- und Rettungshubschrauber setzt medizinisches Personal auf dem 150 Meter langen Frachter ab. Anschließend nimmt die Hubschrauberbesatzung zwei Verletzte mit der Seilwinde auf und fliegt sie zum Flughafen Groningen Airport Eelde. Dort stehen Rettungswagen für den Weitertransport ins Krankenhaus bereit.
Neben der HAMBURG sind die niederländischen Seenotrettungsboote ANNA MARGARETHA von Ameland, KONING WILLEM I von Schiermonnikoog und JAN EN TITIA VISSER aus Eemshaven an den Hilfsmaßnahmen beteiligt.
Einsatz im Nordseesturm
Auch zwei Notfallschlepper nehmen Kurs auf die „UHL Freedom“: die niederländische „Guardian“ und die deutsche „Nordic“. Doch bei Sturm und entsprechendem Seegang braucht die Anfahrt Zeit. Die niederländische Küstenwache rechnet zunächst mit mehreren Stunden, bis die Schlepper den Frachter erreichen.
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Am Abend meldet die niederländische Küstenwache eine vorsichtige Entspannung der Lage: Die „UHL Freedom“ fährt mit begrenzter Maschinenleistung im Ankergebiet nördlich von Schiermonnikoog. Die „Guardian“ ist inzwischen in der Nähe und bleibt in Bereitschaft. Die Rettungsboote können deshalb zu ihren Stationen zurückkehren. Welchen Hafen der Frachter nun anlaufen soll, liegt nach Angaben der Küstenwache bei der Reederei. Die Behörde überwacht die Situation weiter.
Quellen: DGzRS und niederländische Küstenwache, einschließlich des Updates vom 25. Oktober 2026, 18.35 Uhr Ortszeit.


























