04/07/26

Großbrand auf Massengutfrachter im Hafen von Danzig

Dichter Rauch über Danzig, Löschboote längsseits, Feuerwehrleute an Land und auf dem Wasser: Im Hafen der polnischen Ostseestadt ist ein Feuer in der Ladeluke eines riesigen Massengutfrachters ausgebrochen. Der Brand auf der „Sion Star“ wurde zu einem schwierigen Großeinsatz. Alle Informationen im Ankerherz Blog. Text: Redaktion || Foto: Feuerwehr Danzig
Feuer im Hafen von Danzig. Foto: Feuerwehr

Dichter Rauch zog über den Hafen von Danzig. Aus der Ladeluke eines Massengutfrachters stieg Qualm, Löschboote gingen längsseits, Feuerwehrleute arbeiteten von Land und vom Wasser aus. Auf der „Sion Star“, beladen mit Schrott, war ein großes Feuer ausgebrochen. Die „Sion Star“ (Flagge: Panama) ist ein großer Massengutfrachter mit einer Tragfähigkeit von 237.152 Tonnen.

Feuer im Hafen von Danzig

Um 22.32 Uhr am Donnerstagabend ging der Alarm ein. Für die Einsatzkräfte war es ein besonders schwieriger Brand. Schrott liegt dicht gepackt in der Luke. Wasser und Schaum erreichen die Brandnester nur schwer, wenn das Feuer tief im Ladungsberg sitzt. Die Feuerwehr setzte deshalb nicht nur Löschmittel ein, sondern ließ Teile der Ladung mit Greifern aus der Luke holen, um näher an den Brandherd zu gelangen.

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Auf dem Höhepunkt der Löscharbeiten waren nach Angaben der Stadt Danzig rund 100 Feuerwehrleute und 27 Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. Auch zwei Löschschiffe waren beteiligt. Die Einsatzkräfte gaben Löschmittel von der Kaiseite, vom Schiff und vom Wasser aus ab. Gleichzeitig wurden die Treibstofftanks des Frachters vorsorglich gekühlt. Wärmebildkameras halfen dabei, Brandnester in der Ladung zu finden.

Zum Schutz der Danziger Bucht wurden Ölsperren und Barrieren ausgelegt, damit verunreinigtes Löschwasser nicht unkontrolliert ins Hafenwasser gelangt. Verletzte gab es nach Angaben der Behörden nicht. Nach Berichten polnischer Medien befanden sich 25 Besatzungsmitglieder an Bord; sie blieben unverletzt.

Ursache des Brandes unklar

Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, es könne sich um ölverschmierte Schrottteile oder andere brennbare Materialien in der Ladung gehandelt haben. Genau das macht Brände in Schrottladungen so tückisch.

Am Freitagvormittag meldeten die Einsatzkräfte, sie hätten den Brandherd erreicht. Das Feuer breite sich nicht weiter aus. Am Freitagnachmittag galt der Brand als gelöscht. Die Arbeit war damit aber nicht beendet: Das Entladen von Material aus der Luke ging weiter, um Glutnester auszuschließen und die Gefahr vollständig einzudämmen.

 

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