Sie gehört zu den schönsten und ungewöhnlichsten noch aktiven Staatsschiffen der Welt: die dänische Königsyacht „Dannebrog“. Ihr weißer Rumpf, der goldgelbe Schornstein und der weit ausladende Klipperbug erinnern an eine vergangene Epoche der Seefahrt. Trotzdem handelt es sich nicht um ein Museumsschiff.
Die 78,4 Meter lange Yacht dient König Frederik X. und der königlichen Familie als offizielle und private Residenz bei Sommerreisen durch dänische Gewässer und bei Staatsbesuchen im Ausland. Im hinteren Teil des Schiffes befinden sich unter anderem das Arbeitszimmer des Königs, Speise- und Gesellschaftsräume sowie die königlichen Kabinen.
Königsyacht sucht Schutz auf Helgoland
Gebaut wurde die heutige „Dannebrog“ 1931 und 1932 auf der Marinewerft in Kopenhagen. Am 26. Mai 1932 stellte Dänemark sie offiziell in Dienst. Seitdem hat das Schiff mehr als 800.000 Seemeilen zurückgelegt und rund 3.300 Wehrpflichtige ausgebildet. Denn die Königsyacht ist zugleich ein Schiff der dänischen Marine. Zur Besatzung gehören neun Offiziere, sieben Unteroffiziere, zwei Matrosen und bis zu 39 Wehrpflichtige.
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Am Wochenende führte die Reise des königlichen Schiffes überraschend nach Helgoland. Die „Dannebrog“ lief den Hafen der Hochseeinsel an, um dort das stürmische Wetter auf der Nordsee abzuwarten. König Frederik und Königin Mary befanden sich nach bisherigen Informationen nicht an Bord.
Für Helgoland war die Ankunft ein außergewöhnliches Schauspiel. Zwischen Hafenanlagen, Börtebooten und Versorgungsschiffen lag plötzlich eines von weltweit nur zwei aktiven Königsschiffen. Neben der „Dannebrog“ besitzt lediglich Norwegen mit der „Norge“ noch eine solche schwimmende Residenz.
Der Besuch hatte allerdings einen stürmischen Hintergrund. Für Sonnabend wurden in der Deutschen Bucht nordwestliche Winde der Stärke sechs bis sieben und anfangs bis zu vier Meter hohe Wellen erwartet. Der Schiffsverkehr zur Insel kam zum Erliegen (HIER gibt es die Story).
Der Sturm ist vorüber – die „Dannebrog“ wieder unterwegs
Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Am Montag meldete Helgoland für die regulären Fährverbindungen keine wetterbedingten Änderungen. Allerdings kündigt sich bereits die nächste unruhige Phase an: Die Fahrten der „Adler Cat“ von und nach Helgoland sollen am Dienstag und Mittwoch erneut wegen der Wetterlage ausfallen.
Auch die „Dannebrog“ hat ihren Schutzplatz wieder verlassen. Laut AIS-Daten legte die Königsyacht am Sonntagmorgen auf Helgoland ab und setzte ihre Fahrt in Richtung Osten fort. Aktuell liegt sie vor dem dänischen Hafen Greena in der Ostsee.
























