18/03/26

Rauch im Maschinenraum auf Kutter vor Süderoogsand

Dichter Rauch dringt aus dem Maschinenraum, die Maschine verstummt – und plötzlich treibt ein Fischkutter manövrierunfähig in der dunklen Nordsee. Südwestlich von Süderoogsand wird aus einem Routineeinsatz binnen Minuten eine kritische Lage. Wind und Seegang drücken das Schiff unaufhaltsam in Richtung flaches Wasser. Einsatz für die Seenotretter.
Seenotretter schleppen Kutter nach Büsum. Foto: Seenotretter

Gegen 21 Uhr am Dienstagabend meldete sich der Kapitän des 22 Meter langen Kutters bei der Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen. Im Maschinenraum hatte es zuvor ungewöhnliche Geräusche gegeben, kurz darauf trat starker Rauch aus. Die Crew entschied sich, die Maschine abzustellen – eine richtige Entscheidung, die aber Folgen hatte: Das Schiff war damit manövrierunfähig.

Notfall vor Süderoogsand

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Kutter etwa acht Seemeilen südwestlich des Hochsandes Süderoogsand. Wind und Seegang schoben den Kutter langsam in Richtung flacheres Wasser. Die Gefahr, aufzulaufen und festzukommen, wuchs mit jeder Minute.

Das MRCC Bremen alarmierte den auf Nordstrand stationierten Seenotrettungskreuzer EISWETTE. Parallel wurde der Kreuzer THEODOR STORM aus Büsum in den Einsatz eingebunden. Büsum wurde zugleich als Zielhafen festgelegt – aufgrund der Lage und der zu erwartenden Schleppstrecke die sinnvollste Option.

Lange Schleppfahrt nach Büsum

Gegen 22.15 Uhr erreichte die EISWETTE den Havaristen. Unter schwierigen Bedingungen stellten die Seenotretter eine Schleppverbindung her und nahmen Kurs Südost. Der Kutter hing nun sicher am Haken – aber der Weg in den Hafen war lang.

Von den Helden der See. Wer Mut mag - HIER bestellen!

Bei südlichen Winden um vier Beaufort und einer Schleppgeschwindigkeit von vier bis fünf Knoten arbeitete sich der Verband durch die Nacht. In Höhe der Einfahrt zum Fahrwasser Norderpiep übernahm gegen 1 Uhr die THEODOR STORM den Schlepp.

Die Besatzung des Fischkutters blieb während der gesamten Zeit unverletzt an Bord. Gegen 6 Uhr morgens erreichten die Seenotretter schließlich den Hafen von Büsum. Der Kutter wurde sicher festgemacht – der Einsatz war beendet.

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

Seenotrettungskreuzer Hamburg
25/10/26

Frachter im Sturm vor niederländischer Küste in Seenot

Der Anker hält nicht mehr, der Frachter beginnt zu treiben. An Bord sind 25 Seeleute, drei von ihnen werden verletzt. Vor der niederländischen Küste läuft bei Sturm eine internationale Hilfsaktion ...
Brighton Pier im Sturm Austen
24/10/26

Sturm Austen reisst Teile von Brighton Pier ins Meer

Einst flanierten Urlauber über seine Planken, hörten Konzerten zu und blickten hinaus auf den Ärmelkanal. Heute steht vom West Pier in Brighton nur noch ein eisernes Gerippe. Nun hat die See ein we...
Feuer Containerschiff Symbolfoto
24/10/26

Feuer an Bord eines Hapag-Lloyd-Charterschiffs im Atlantik

Feuer mitten im Südatlantik, weit entfernt vom nächsten Hafen: Die Besatzung der „Espirito Santo Express“ - ein Großcontainerfrachter in Charter der Hamburger Reederei. Hapag-Lloyd - musste ihr Sch...