23/07/26

Somalische Piraten kapern Tanker - acht deutsche Seeleute an Bord

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass somalische Piraten einen Chemikalien- und Treibstofftanker mit 20 Besatzungsmitgliedern in ihre Gewalt gebracht haben. Unter den Seeleuten sollen sich acht Deutsche befinden. Hier lest Ihr im Ankerherz Blog, was bislang bekannt ist. Text: Redaktion.
Symbolfoto Piraten vor Somalia

Reuters beruft sich auf zwei Einwohner der halbautonomen somalischen Region Puntland. Eine offizielle Bestätigung der Nationalitäten liegt bislang nicht vor. Bei dem Schiff handelt es sich um die unter tansanischer Flagge fahrende „MT Asana“. Der Tanker war von Karatschi in Pakistan nach Bosaso im Nordosten Somalias unterwegs.

Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO hatte bereits vergangene Woche gemeldet, dass bewaffnete Männer ein Handelsschiff im Golf von Aden geentert hätten. Die Angreifer übernahmen die Kontrolle und brachten das Schiff anschließend in somalische Gewässer. Maritime Sicherheitsexperten identifizierten den Tanker später als „MT Asana“.

Angeblich acht deutsche Seeleute an Bord

Einer der von Reuters befragten Einwohner bezeichnete sich selbst als ehemaligen Piraten. Nach seinen Angaben stammen acht Besatzungsmitglieder aus Deutschland und zehn von den Philippinen. Zur Nationalität der beiden weiteren Seeleute machte er keine Angaben.

Helden der See von Ankerherz - HIER gibt es die Geschichten von Mut & Courage

Ein Bewohner der Küstenstadt Caluula berichtete, er habe beobachtet, wie Lebensmittel zu dem gekaperten Schiff gebracht wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die Entführer auf eine längere Geiselnahme und mögliche Lösegeldverhandlungen vorbereiten. Offiziell bestätigt ist auch dies bislang nicht; über den Gesundheitszustand der Besatzung gibt es keine gesicherten Informationen.

Piratenaktivitäten vor Somalia nehmen wieder zu

Die Gewässer vor Somalia galten lange als eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt. Somalische Piraten kaperten dort zahlreiche Handelsschiffe, verschleppten Besatzungen und erpressten hohe Lösegelder. Internationale Marineeinsätze und bewaffnete Sicherheitsteams drängten die Piraterie zeitweise deutlich zurück.

Seit Ende 2023 registrieren Sicherheitsbehörden jedoch wieder mehr Angriffe am Horn von Afrika. Sollte sich die Entführung der „MT Asana“ mit acht deutschen Seeleuten bestätigen, wäre sie einer der schwerwiegendsten Piratenfälle mit deutscher Beteiligung seit Jahren.

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

Könogsyacht Dannebrog
07/09/26

Königsyacht Dannebrog sucht im Sturm Schutz auf Helgoland

Die „Dannebrog“ ist schwimmende Residenz, Marineschiff und nationales Symbol Dänemarks. Als schwere See den Fährverkehr nach Helgoland zum Erliegen brachte, suchte die Königsyacht auf Deutschlands...
Seekajakfahrer vor Juist gerettet
07/09/26

Hubschraubercrew rettet Kajakfahrer aus Nordsee vor Juist

Ein Mann wird auf See schwer seekrank, die Brandung verhindert die Rückkehr an Land: Vor Juist geraten zwei Kajakfahrer in eine gefährliche Lage. Ein Notruf auf Kanal 16 setzt eine große Rettungs...
Stralsund
06/09/26

Stralsund, Kabul und Fragen der Wohlstandverwahrlosung

Stralsund ist Kabul, alles geht vor die Hunde und in der DDR war vieles besser. Echt jetzt? Ankerherz-Verlagsleiter Stefan Kruecken schreibt in seiner aktuellen Kolumne über einen "Diskurs" mit ein...