Ein 20 Jahre alter Urlauber aus Polen hat an den Wissower Klinken auf Rügen einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Wie die Polizei auf der Insel mitteilt, wollte der junge Mann die steilen Kreidefelsen erklimmen. In rund 80 Metern Höhe über dem Strand blieb er dann hilflos in der Wand hängen.
Großeinsatz in Kreideklippen
Zwei Wanderer entdeckten den Kletterer und wählten den Notruf. Innerhalb kurzer Zeit trafen Polizei, Rettungsdienst und die Höhenretter der Feuerwehr Sassnitz ein. Nach eigenen Angaben war allein die Sassnitzer Feuerwehr mit 20 Kräften vor Ort. Den Spezialkräften gelang es, den Mann sicher aus der Steilwand zu befreien. Bis auf einige Schürfwunden blieb er unverletzt.

Der Einsatz hat für den Touristen juristische Folgen. Nach Angaben der Polizei hatte der 20-Jährige verbotenerweise den Strandbereich unterhalb der Steilküste betreten, um seine Kletterpartie zu starten. Gegen ihn wurde daher ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Es droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Außerdem wird nun geprüft, ob ihm die Kosten des aufwendigen Rettungseinsatzes in Rechnung gestellt werden.
Von unserer Seite ein großes Lob an die Retter der Feuerwehr Sassnitz - das war kein leichter Einsatz.
Polizei Rügen warnt erneut
Die Polizei erinnert daran, dass das Verlassen der ausgewiesenen Wege im Nationalpark Jasmund streng verboten ist. Auch der Aufenthalt am Steinstrand direkt unter den Kreidefelsen ist untersagt. Immer wieder brechen Gesteinsmassen aus der Steilküste heraus. Es besteht akute Lebensgefahr!



























